{"id":488,"date":"2022-03-24T10:38:00","date_gmt":"2022-03-24T09:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.profem.at\/?p=488"},"modified":"2022-04-06T11:28:26","modified_gmt":"2022-04-06T09:28:26","slug":"tabuthema-frauenleiden-wieso-die-frau-in-der-forschung-vernachlassigt-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.profem.at\/de\/2022\/03\/24\/tabuthema-frauenleiden-wieso-die-frau-in-der-forschung-vernachlassigt-wird\/","title":{"rendered":"Tabuthema &#8222;Frauenleiden&#8220;: Wieso die Frau in der Forschung vernachl\u00e4ssigt wird"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Film und Fernsehen, Werbung, Social Media&#8230; man k\u00f6nnte meinen, die Welt wird immer offener und aufgekl\u00e4rter. Doch die weibliche Sexualit\u00e4t ist nach wie vor ein Tabuthema \u2013 und damit einhergehend auch die Frauengesundheit.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Tabuisierung der weiblichen Sexualit\u00e4t zeigt sich neben fehlenden Reformen in der Sexualbildung und dem immer noch sp\u00e4rlich vorhandenen Wissen \u00fcber die&nbsp;<a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/nackte-zahlen-sexkolumne\/wo-gehts-lang-84041\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">weibliche Anatomie<\/a>&nbsp;auch in der Vernachl\u00e4ssigung von Frauenkrankheiten in der Forschung. Diese widmet sich seit Jahrzehnten den gro\u00dfen Volkskrankheiten, wie Krebs und Diabetes \u2013 die zahlreichen gyn\u00e4kologischen Frauenleiden bleiben dabei weitgehend auf der Strecke.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist ein \u201eFrauenleiden\u201c?<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eFrauenleiden\u201c ist ein historischer Begriff, der gesundheitliche Probleme bzw. Erkrankungen der Frau, meist in Bezug auf gyn\u00e4kologische Beschwerdebilder, beschreibt. Hierzu z\u00e4hlen z.B Menstruationsbeschwerden, Scheidenpilzinfektionen, bakterielle Vaginose, vaginale Trockenheit, das pr\u00e4menstruelle Syndrom (PMS), Endometriose, Blasenentz\u00fcndungen sowie typische Beschwerden w\u00e4hrend der Schwangerschaft oder Menopause, uvm.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Forschung: Kaum Frauenkrankheiten im Fokus<\/h2>\n\n\n\n<p>Trotz der Tatsache, dass bis zu 75% aller Frauen im Laufe ihres Lebens an einer Scheidenpilzinfektion erkranken und etwa jede 7. Frau einmal pro Jahr von einer Blasenentz\u00fcndung betroffen ist (beide Erkrankungen bergen au\u00dferdem das Risiko f\u00fcr eine Chronifizierung), stehen diese und andere Frauenleiden kaum auf der Forschungsagenda. Einer der Gr\u00fcnde: Grundlagenforschung ist f\u00fcr Pharmaunternehmen weniger lukrativ, als den Vertrieb bereits entwickelter Medikamente global auszuweiten. Au\u00dferdem erweist es sich als schwierig, Probandinnen f\u00fcr Studien zu typischen Frauenleiden zu lukrieren, da Erkrankungen wie Scheidenpilz oder bakterielle Vaginose immer noch mit viel Scham behaftet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Missverh\u00e4ltnis hat zur Folge, dass die Therapien vieler weit verbreiteter Frauenkrankheiten wie etwa Pilzinfektionen oder Blasenentz\u00fcndungen teilweise noch immer auf jahrzehntealten Behandlungskonzepten beruhen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Frauengesundheit ins Rampenlicht r\u00fccken<\/h2>\n\n\n\n<p>Um der Frauengesundheit die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient und braucht, ist es wichtig, mit gesellschaftlichen Tabus zu brechen und zur Aufkl\u00e4rung beizutragen. Auf unserer Seite \u201eFrauen unter sich \u2013 der Blog zur Frauengesundheit\u201c gibt es deshalb ab jetzt allerlei Interessantes zum Thema \u201eFrauengesundheit\u201c, hilfreiche Tipps f\u00fcr typische Frauenleiden sowie Aktuelles aus der Forschung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Film und Fernsehen, Werbung, Social Media&#8230; man k\u00f6nnte meinen, die Welt wird immer offener und aufgekl\u00e4rter. Doch die weibliche Sexualit\u00e4t ist nach wie vor ein Tabuthema \u2013 und damit einhergehend auch die Frauengesundheit. Die Tabuisierung der weiblichen Sexualit\u00e4t zeigt sich neben fehlenden Reformen in der Sexualbildung und dem immer noch sp\u00e4rlich vorhandenen Wissen \u00fcber die&nbsp;weibliche [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":497,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wds_primary_category":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-488","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=488"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/497"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.profem.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}